L8: Rechtliche Aspekte digitaler Medien

1. Recht am eigenen Bild / Urheberrecht

Das Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild besagt, dass Personen, die auf einem Bild (Foto, Video, Zeichnung, Gemälde) zu erkennen sind, vor der Veröffentlichung ihr Einverständnis geben müssen. 

Was bedeutet das für dich?

  • Wenn du ein Foto von einer Person machst, darfst du das nicht einfach herumsenden oder in den sozialen Medien posten!
  • Frage immer nach, ob du ein Foto machen darfst und ob du dieses Foto auch veröffentlichen darfst. 

Die Details dazu findest du in der Lektion 2 vom Kurs Jugendstrafrecht II 

Urheberrecht

Stell dir vor, du malst ein wunderschönes Bild, schreibst eine spannende Geschichte oder komponierst deinen eigenen Song. Du hast hart daran gearbeitet, und es gehört dir. Wenn jemand anderes dein Werk zeigen oder benutzen möchte, muss er dich zuerst fragen. Das Urheberrecht hilft also, deine Kreationen zu schützen, damit du entscheiden kannst, wer sie nutzen darf.

Was bedeutet das für dich?

Das Urheberrecht gilt für alle Personen, die ein Werk erschaffen haben. Also musst du diese Personen fragen, ob du ihre Kreation verwenden darfst. 

Beispielsweise darfst du nicht einfach ein bekanntes Gemälde eines Künstlers ausdrucken und verkaufen. Dazu hast du kein Recht. Auch Bilder die du in den sozialen Medien siehst, darfst du nicht einfach kopieren und verwenden oder als dein eigenes ausgeben. Wenn du unsicher bist, ob du etwas verwenden darfst oder nicht, frage nach!

2. Pornografie / Sexting

Die Details zu diesem Thema findest du im Kurs Jugendstrafrecht II: Lektion 6 und 7. Ich werde dir hier das Wesentliche erklären. Was du dir zwingend merken musst, ist, dass du kein pornografisches Material an Personen unter 16 Jahren senden darfst!

Vereinfacht gesagt, gelten Bilder  und Filme dann als pornografisch, wenn sie nur sexuell aufreizen wollen. Die zu sehende Person erscheint als ein blosses Sexualobjekt, über das einfach verfügt werden kann.

Was das für dich bedeutet, erfährst du im nachfolgenden Bild. Klicke dazu auf das “?”.

Sexting

Sexting setzt sich aus den Wörtern „Sex“ und „Texting“ zusammen. Es beschreibt das Versenden und Empfangen selbst produzierter, freizügiger Aufnahmen via Computer oder Smartphone.

Sexting…
steht für das einvernehmliche Austauschen von intimen Aufnahmen zwischen zwei Menschen.

 

Klicke beim nachfolgenden Bild auf die verschiedenen “?“, um mehr Infos zu erhalten.

 

3. Cybermobbing

Über Cybermobbing haben wir uns bereits in der Lektion 3 dieses Kurses unterhalten. Als kurze Repetition findest du hier nochmals den Lückentext dazu. Kannst du diesen noch lösen?

4. Hassrede (Hate Speech) / Gewaltaufrufe

Hate Speech, oder Hassrede, ist ein Phänomen, das besonders im digitalen Raum weit verbreitet ist. Durch die Anonymität und Reichweite des Internets finden menschenverachtende Aussagen einen fruchtbaren Boden, um zu gedeihen und sich schnell zu verbreiten.

Hassrede beinhaltet sprachliche Angriffe, die darauf abzielen, Einzelne oder Gruppen aufgrund von Merkmalen wie Hautfarbe, Herkunft, Sexualität, Geschlecht, Alter, Behinderung oder Religion abzuwerten.

Klicke auf “Sexistisch”, “Gegen Homosexuelle”, “Rassistisch” und “Gegen bestimmte Religionen”, um mehr zu erfahren

Die Diskriminierung und Abwertung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts.

Beispiel:

Jemand behauptet, dass Frauen nur erfolgreich im Beruf sein können, wenn sie mit den Vorgesetzten schlafen.

Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung: transsexuelle oder intersexuelle Personen, Transgender oder Homosexuelle.

Beispiel:

Jemand behauptet, man solle alle homosexuellen Menschen töten, da dies widerlich sei.

Wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft benachteiligt werden.

Beispiel:

Jemand behauptet, bestimmte Ausländer in der Schweiz seien Messerstecher und Drogendealer, die das Land zu Grunde richten wollen.

Eng verbunden mit Rassismus im Allgemeinen sind Hassreden, die Menschen aufgrund ihrer Religion angreifen und abwerten. Besonders häufig sind hier antisemitische (gegen Juden) und antimuslimische (gegen Muslime) Aussagen.

Beispiel:

Jemand behauptet, alle Menschen einer bestimmten Religion seien Terroristen.

Wenn du in den sozialen Medien auf Hate Speech triffst, kannst du verschiedene Sachen unternehmen. Klicke jeweils auf das “?“, um mehr zu erfahren.

4. Zeit für ein Quiz

Klicke auf den Button “Als vollständig markieren“. Damit der Button grün wird (aktiv ist), musst du alle Fragen beantwortet haben und die einzelnen Szenarien durchgeklickt haben!