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Blogbeiträge

«Fixfertige Lektionen in hoher Qualität»

Remo Fischli unterrichtet die 2. Real in der Oberstufenschule Schänis. Seine Schülerinnen und Schüler haben den Onlinekurs «Einführung ins Jugendstrafrecht» absolviert und arbeiten sich nun auch durch den Vertiefungskurs. Warum er die Kurse allen Lehrpersonen empfiehlt und welche Vorteile sie aus seiner Sicht für Kinder und Jugendliche bringen, erzählt er im Interview.

Herr Fischli, warum haben Sie mit Ihrer Klasse die Kurse zum Thema Jugendstrafrecht absolviert?

Remo Fischli: Einerseits gefällt mir die Form, in der die Kurse daherkommen. Die interaktiven Videos sind ideal gewählt für Kinder und Jugendliche, weil sie dieses Medium auch in ihrer Freizeit gerne konsumieren. Zum Beispiel auf Video-Plattformen wie Youtube, Instagram oder TikTok.

Ausserdem gehören die Inhalte für mich einfach zu den Kompetenzen, die man fürs Leben braucht: Solche Themen tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft gut funktioniert.

Welche Themen fanden Sie besonders wichtig?

Es gibt viele spannende Themen im Kurs – von Strafmündigkeit, Gesetzen, Blaulichtorganisationen, Unterschiede zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz bis hin zu einzelnen Delikten. Ich persönlich finde es gut, wenn Kinder und Jugendliche wissen, an wen sie sich bei einem Notfall wenden müssen. Im Kurs gehen sie nicht nur die Notrufnummern von Polizei, Feuerwehr und Sanität durch. Sie lernen auch mehr über die Aufgaben der einzelnen Organisationen und wer für was zuständig ist. Das sollte jedes Kind wissen.

Was würden Sie anderen Lehrpersonen raten, die den Kurs mit der Klasse absolvieren möchten?

Ich kann die Kurse wirklich empfehlen. Es sind fixfertige Lektionen inklusive Quiz und einer grossen Lernkontrolle am Schluss. In einer Übersicht kann ich als Lehrperson die Leistungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler leicht kontrollieren. Für eine Schule sind kostenlose Kurse in so einer hohen Qualität von grossem Vorteil.

Die Kurse habe ich im Fach ERG eingebaut. Um sie zu absolvieren, benötigen die Schülerinnen und Schüler lediglich eine E-Mail. Bei technischen Fragen hat mir das Team von Edukado rasch geholfen und kam sogar proaktiv auf mich zu.

Über welchen Zeitraum haben Sie den Einführungskurs absolviert?

Wir haben den Kurs von April bis Juni 2022 bearbeitet. Danach habe ich die Klasse gleich noch in den Vertiefungskurs eingeschrieben. Ich finde es gut, wenn man Inhalte über einen längeren Zeitraum bearbeitet. Der Kurs ist zudem repetitiv aufgebaut, dadurch bleibt mehr hängen. Die Schülerinnen und Schüler können jedes Mal dort weitermachen, wo sie aufgehört haben – das ist super praktisch.

Zu welchem Thema würden Sie sich einen Kurs wünschen?

Soziale Medien, Handynutzung und Co. sind wahrscheinlich an vielen Schulen ein Dauerthema. Ein Kurs zum Umgang mit digitalen Medien fände ich daher sehr begrüssenswert.

Zur Person:
Remo Fischli
Oberstufenlehrperson
2. Real
Schule Schänis

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Was bereits Kinder und Jugendliche über Strafrecht wissen müssen

Stehlen darf man nicht – das weiss doch jedes Kind. Aber was passiert eigentlich, wenn Kinder oder Jugendliche eine Straftat begehen? Fünf Fakten über Rechte und Pflichten, die man bereits in jungen Jahren wissen sollte.

  1. In der Schweiz ist man ab 10 Jahren strafmündig.

Denn sie wissen nicht, was sie tun – sollten aber: In der Schweiz können Jugendliche bereits ab dem 10. Lebensjahr für Straftaten belangt werden. Zwischen 10 und 18 Jahren gilt das Jugendstrafrecht: Wird ein 12-jähriges Kind beim Sprayen erwischt, kann dies Strafen oder andere Massnahmen zur Folge haben.

  1. Rebellieren und kriminell sein sind zwei paar Schuhe.

Viele Teenager testen gerne Grenzen aus – und das sollen sie auch. Junge Menschen durchleben oft rebellische Phasen, die aber auch ein wichtiger Bestandteil ihrer Identitätsfindung darstellt. Es ist okay, zu diskutieren, zu trotzen und auch Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Zu den Spielregeln gehört jedoch ein Umgang ohne Gewalt, Rücksicht und Respekt. Denn zwischen Grenzen austesten und straffällig werden besteht ein gewaltiger Unterschied, den Jugendliche auf jeden Fall frühzeitig kennen sollten.

  1. Gesetze sind auch ein Schutz.

Gesetze sind nur Verbote? Falsch. Jeder Mensch hat zwar Pflichten, aber auch Rechte. Gesetze schützen diese Rechte und sorgen für ein geordnetes und friedliches Zusammenleben. Um es in Immanuel Kants Worten zu sagen: Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Ein Beispiel: Die Vorstellung, mit dem Auto überall fahren zu können, klingt vielleicht verlockend – bis dann eben jemand anders mit seinem Auto durch den eigenen, liebevoll bepflanzten Vorgarten fährt. Gesetze schützen also in diesem Beispiel das persönliche Eigentum, indem Menschen bestraft werden, die eine Sachbeschädigung begehen.

  1. In Notsituationen hat jeder Mensch Anspruch auf Hilfe.

Ein Brand, ein Überfall, ein medizinisches Problem: In der Schweiz gibt es zahlreiche Anlaufstellen für Notfälle. Feuerwehr, Polizei und Sanität sind jederzeit über die entsprechenden Nummern erreichbar und helfen schnell weiter – egal ob vor Ort oder am Telefon. Auch Kinder können Notfallszenarien antreffen und sollten die wichtigsten Telefonnummern kennen, um Hilfe anzufordern.

  1. Vorsatz und Fahrlässigkeit spielen eine wichtige Rolle.

Ein paar Kids im Alter zwischen 12 und 14 Jahren spielen Strassenfussball. Tom ist im Tor und er ist sauer. Schon wieder konnte er den Ball nicht halten und so hat die Gegenmannschaft ein weiteres Tor erzielt. Aus Frust kickt er den blöden Ball weg – und trifft damit prompt den Seitenspiegel eines geparkten Autos. Ups, das wollte er doch gar nicht! Trotzdem hat er mit seiner Frusthandlung in Kauf genommen, dass etwas kaputtgeht. Tom wird lernen, dass er fahrlässig gehandelt hat. Er hat Glück gehabt: Die Privathaftpflicht übernimmt den Schaden. Anders sieht es bei seinem Freund Peter aus. Aus Wut über eine schlechte Note wirft der 14-Jährige absichtlich einen Stein in eine grosse Scheibe des Schulhauses. Peter hat damit vorsätzlich gehandelt und muss selber für den Schaden aufkommen. Da Peter nicht so viel Geld hat, könnte es im Härtefall passieren, dass er zur Kasse gebeten wird, sobald er selber verdient. Durch die unbedachte Tat könnte Peter also mit Schulden ins Berufsleben starten.

Dieter Studer
MSc Psychology
ehem. Polizist
Datum: 06.04.2021

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